SGG – die Schweizerische Graphologische
Gesellschaft
Gründung
1950 wurde die Schweizerische Graphologische Gesellschaft
(SGG), beziehungsweise Société Suisse de Graphologie (SSG) von
Dr. Max Pulver Psychologe, Graphologe und Schriftsteller in
Zürich gegründet. Es wurden damals folgende Ziele vereinbart, an
welchen sich bis heute nicht viel geändert hat
- Förderung der wissenschaftlichen Graphologie
- Förderung des Ansehens der Graphologie in der Öffentlichkeit
- Wahrung des Berufsethos und des Berufsgeheimnisses
- Schutz der Auftraggeber und der Berufsgraphologen vor nicht
ausgewiesenen und unqualifizierten Graphologen und
Graphologinnen
Mitglieder
Die SGG/SSG hat eine relativ kleine Mitgliederzahl. Dies
widerspiegelt die strengen Aufnahmebedingungen der Gesellschaft.
Dazu gehören eine Psychologieausbildung an einer Universität
oder Fachhochschule und eine spezielle graphologische Ausbildung
im Umfang von ca. 250 Lektionen sowie Praktika und eine
Diplomarbeit.
SGG-Mitglieder haben die Möglichkeit, den Fachtitel
«Fachpsychologe
SBAP in
Schriftpsychologie» zu erwerben.
Qualitätssicherung
Statuten und Standesordnung sowie eine Prüfungs- und
Aufnahmekommission sichern die Qualität der Arbeit von
Mitgliedern der SGG/SSG. Die Generalversammlung anerkennt jene
Ausbildungsstätten, die eine qualifizierte graphologische
Ausbildung garantieren, und eine Forschungskommission bildet das
"wissenschaftliche Gewissen" des Berufsverbandes. Kongresse,
Fachtagungen, Intervision und Supervision gewährleisten eine
permanente Weiterbildung der Mitglieder. Eine Kommission für
Veranstaltungen und Öffentlichkeitsarbeit organisiert diese
Aktivitäten und unterstützt die Mitglieder bei
Informationsveranstaltungen für Graphologie-Interessierte oder
bei Medienauftritten.
Arbeitsgebiete der SGG/SSG-Graphologinnen und
-Graphologen
Das Bild des Graphologen hat sich insofern etwas gewandelt
als die psychologische Grundausbildung der Mitglieder
Tätigkeiten ermöglicht, die über die Erstellung des
traditionellen graphologischen Gutachtens hinausreichen. Das
widerspiegelt auch einen Wandel in der Anwendung der
Graphologie, welche immer mehr im Verbund mit anderen
diagnostischen Verfahren angewandt wird. Die
Liste der praktizierenden Mitglieder
gibt Auskunft über die Arbeitsgebiete der SGG/SSG-Graphologinnen
und Graphologen.
Sie sind unter anderem tätig
- als Interviewer im Rahmen von Personalselektionen
- als Beobachter/Moderator in Gruppen-Assessments oder im
Rahmen von Teamentwicklungsprozessen
- in der Durchführung von Einzel-Assessments unter Einbezug
der Handschrift
- als Experte in der Beratung, Schulung, Führung,
Kommunikation und im Konfliktmanagement von Unternehmungen
- als Lehrbeauftragte für Schriftpsychologie an der HAP Zürich
- als Berater bei persönlichen und partnerschaftlichen
Fragestellungen
- in der Berufsberatung, Laufbahnberatung oder
Bildungsberatung
- als Psychoanalytiker/Therapeut
Assoziierte Gesellschaften
Unser Berufsverband ist Mitglied der
ADEG:
Association Déontologique Européenne de Graphologues (Sitz
Bruxelles) und hat zusammen mit verschiedenen Gesellschaften aus
dem europäischen Raum eine Europäische Standesordnung
unterzeichnet.
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